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Britta Kretschmer

Als Autorin veröffentliche ich unter http://mehr-welten.de einen Wissenschaftsthriller als Blogroman, in dem es um Medizin, Politik und Physik geht. Die freiwillige Selbstkontrolle gibt meinen Blogroman frei ab 12. Mehr Welten umfasst insgesamt mehr als 50 Kapitel, ich schalte aber immer erst dann neue Kapitel frei, wenn genug Leser dafür abgestimmt haben.

Zusammen mit meinem Kollegen, dem Mediengestalter und Fotografen Thorsten Schiller, gebe ich seit Frühjahr 2014 das Online-Magazin Gründerportraits heraus. Unter dem Motto Niemand ist eine Insel stellen wir hier Gründerinnen und Gründer aus unterschiedlichsten Branchen vor und bieten damit auch eine Möglichkeit der Vernetzung.

Ferner schreibe ich hauptsächlich für Blogs, allen voran für das Kulturblog Fischpott. Fischpott ist eine Initiative von Online-Redakteuren, Gamern und sonstigen Nerds, die grundsätzlich keine Gnade kennen und hauptsächlich über Themen schreiben, die ihnen gefallen.

Aus dem Leben einer alten Häsin

Um das Maskottchen von gruenderportraits.de [Cosy Mummy] ranken sich einige Seltsamkeiten. Das fängt schon mit der zoologischen Systematik an. Natürlich handelt es sich bei ihr um ein Kaninchen. Da diese Art aber zur Familie der Hasen gehört, nimmt Cosy es damit selbst nicht so genau. Ihre Gattung jedenfalls ist die der Steiffartigen. Daher stammt auch ihr Name, der sich entweder als kuschelige Mami oder als gemütliche Mumie übersetzen lässt und ganz unenglisch [ko:si mummi] ausgesprochen wird.

Das Licht der Welt erblickte Cosy irgendwann im letzten Jahrhundert in einer norddeutschen Kleinstadt als eins von vielen Kindern der blonden Puppe Julia und des grauhaarigen Teddybären Werner…

Auszug aus dem Porträt des Maskottchens von Gründerportraits. Als meine Lebensbegleiterin hat Cosy mir besonders in Kindertagen oft mit gutem Rat zur Seite gestanden. Als alte Häsin bietet sie diesen Service nun also auch unseren Lesern.

Es gibt mehr Welten als diese

… Als Victor seine Augen wieder öffnete, war das Erste, was er wahrnahm, nicht das, was er sah, sondern das, was er riechen konnte: Es stank hier fürchterlich. Nach allen Körperausdünstungen und Körperausscheidungen, die ein Mensch hervorbringen kann. Allein dass es nicht nur einer, sondern mindestens Hunderte gewesen sein mussten.Dass es Tausende gewesen waren, konnte Victor zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, denn er wusste noch nicht, wo er sich befand. Hätte er es schon gewusst, dann wäre ihm auch klar gewesen, welche Ausdünstung die schlimmste von allen war: Es war die der Angst.

Das Nächste, was er registrierte, war, dass er lag. Auf einer Pritsche, von der viel von dem Gestank ausging. Sein Blick war auf die niedrige Decke des dunklen Raumes gerichtet. Dann bemerkte er, dass er nicht alleine in dem Raum war: Neben dem Fußende seiner Pritsche saß an einem Tisch mit einer kleinen Leselampe ein Mann. Benommen drehte Victor seinen Kopf, damit er diesen Mann besser sehen konnte. Er trug eine graue Uniform. …

Bislang unveröffentlichter Auszug aus »Es gibt mehr Welten als diese«, meinem Wissenschaftsthriller, den ich auf www.mehr-welten.de als Blogroman veröffentliche.

In Sachen Barcamp: Offener Brief an George Clooney

Lieber George,

seit Tagen quäle ich mich mit der Frage: Wie sag ich es dir nur? Wie sage ich dir, dass wir beide uns dieses Wochenende nun doch nicht persönlich kennen lernen werden? Und als wäre das nicht schon schlimm genug: Wie sage ich dir, dass auch kein anderes Mitglied unseres Frauennetzwerkes nach Goslar kommen wird, um Zeit in deiner Nähe zu verbringen?

Ursprünglich hatte ich ja vor, bereits zum großen Casting für deinen im Jahr 1945 angesiedelten Film zu kommen. Aber dann las ich, dass dieses Vorhaben an einem nicht unwesentlichen Kriterium scheitern würde: „Korpulente Menschen und solche mit gefärbten Haaren, Piercings oder Solarien-Bräune haben keine Chance“, hatte ich bei Stern Online gelesen. Die Piercings hätte ich ja noch entfernen können, aber… Naja, lassen wir das. Der Punkt ist: Ich war nicht da. Und zu deinem Dreh werde ich nun auch nicht kommen. Es tut mir leid! …

Als stellvertretende Regionalleiterin schreibe ich für das Blog der Webgrrls-NRW. Meistens handelt es sich dabei um Veranstaltungshinweise. Manchmal ist aber auch ein offener Brief nötig…

Do you know Jack Reacher?

… »Ausgeliefert« (»Die Trying«) war mein erster Reacher. Der zweite in einer langen Reihe von Reacher-Romanen des britischen Autors Lee Child. Der erste von nur dreien, die ich auf Deutsch gelesen habe. Rund zehn Jahre ist das jetzt her. Bei allen weiteren konnte ich nicht auf die Übersetzung warten. Ende September [2011] erscheint der sechzehnte Band.

Zu viele Zahlen? Nicht für Reacher. Reacher liebt Zahlen. Wann immer er auf Zahlen stößt, sucht er einen tieferen Sinn. So beginnt »Bad Luck and Trouble« mit einem Zahlenrätsel. …

»Do you know Jack Reacher?« ist meine Liebeserklärung an eine Buchserie und mein erster Beitrag zum Kulturblog Fischpott.

Ich war noch nie in Spanien

So, jetzt ist es raus: Ich war noch nie in Spanien. Also noch nicht mal in Deutschlands 17. Bundesland. Und doch war ich irgendwie schon immer dort. Wie das kommt? Zur Klärung dieser Frage muss ich Sie entführen: in meine friesische Kindheit.

Ich bin ein Friesenkind. Friesland, das ist das Stückchen Norddeutschland, das nur jenen bekannt ist, die keine Angst vor schlechtem Wetter haben. Wer schon einmal dort war, erinnert sich an die stoisch anmutenden Einwohner. Zur Begrüßung kennen sie nur ein Wort. Es lautet „Moin“ und allen Unkenrufen zum Trotz bedeutet es nicht „Guten Morgen“. Wenn Sie Glück haben, treffen Sie hinter dem Deich auf einen Pfeifenraucher im Friesennerz, der Ihnen nach minutenlangem Nicken ein „Jo jo“ schenkt. Man versteht sich dort oben eben auch ohne Worte. …

Wer wissen möchte, was meine friesische Kindheit mit Spanien zu tun hat, liest meine Glosse auf dem Spanien-Reisemagazin.